Ein Festgeldkonto, das 3 % Zinsen bringt, klingt zunächst attraktiv. Um jedoch die tatsächliche Auswirkung auf Ihre Kaufkraft zu verstehen, müssen Sie die Inflation in die Rechnung einbeziehen.

Die Formel für die reale Rendite

Vereinfacht gesagt ergibt sich die reale Rendite aus dem Nominalzins abzüglich der Inflationsrate: Reale Rendite ≈ Nominalzins − Inflationsrate. Liegt Ihr Nominalzins bei 3 % und die jährliche Inflation bei 2 %, beträgt Ihre reale Rendite rund 1 %. Steigt die Inflation auf 4 %, wird Ihre reale Rendite bei gleichem Nominalzins negativ.

Warum diese Berechnung wichtig ist

Auch ein attraktiv wirkender Nominalzins kann durch Inflation aufgezehrt werden. Selbst in Phasen hoher Inflation ist Festgeld jedoch nicht wertlos: Es erfüllt weiterhin die Funktion, Ihr Kapital zu erhalten und eine planbare Rendite zu bieten – wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben.

Ansteigendes Preisdiagramm auf einem Laptop-Bildschirm
Wer Inflationsdaten regelmäßig verfolgt, hält seine Erwartungen an die reale Rendite realistisch.
Wer sich nicht an Nominalzahlen, sondern an der Kaufkraft orientiert, ist als Sparer immer einen Schritt voraus.

Strategien gegen Inflation

  • Verteilen Sie Ihr Vermögen statt auf ein einzelnes Instrument auf verschiedene Anlageklassen wie Festgeld, Aktienfonds und Immobilien.
  • Nutzen Sie kurzfristige Festgeldtranchen, um Ihre Strategie flexibel an veränderte Inflations- und Zinssituationen anzupassen.
  • Beziehen Sie neben dem Nominalzins auch aktuelle und prognostizierte Inflationsdaten in Ihren Vergleich mit ein.

Fazit

Festgeld bleibt ein risikoarmes Sparinstrument mit klarem Nutzen. Wer den Begriff "Ertrag" jedoch stets im Kontext der Inflation betrachtet, hebt seine finanzielle Bildung auf ein höheres Niveau.

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