Wenn es ums Sparen in Deutschland geht, werden am häufigsten zwei Produkte miteinander verglichen: Festgeld und Tagesgeld. Beide gelten als risikoarme Anlageformen, unterscheiden sich jedoch deutlich in Liquidität und Ertragspotenzial.
Was ist Tagesgeld?
Ein Tagesgeldkonto ermöglicht jederzeitigen Zugriff auf Ihr Geld, allerdings kann sich der Zinssatz je nach Marktlage jederzeit ändern. Es eignet sich hervorragend als Notgroschen, da Sie ohne Nachteile abheben können, wann immer Sie möchten.
Die wichtigsten Unterschiede zu Festgeld
- Liquidität: Tagesgeld ist sofort verfügbar, Festgeld ist bis zum Laufzeitende gebunden.
- Zinsstabilität: Bei Festgeld ist der Zins fix, bei Tagesgeld kann die Bank ihn jederzeit anpassen.
- Renditepotenzial: Längerfristiges Festgeld bietet – je nach Zinsumfeld – meist die höhere Verzinsung.
- Einsatzzweck: Tagesgeld eignet sich für den Notgroschen, Festgeld für mittel- bis langfristige Ziele.
Eine gute Sparstrategie kombiniert beide Produkte, statt sich für eines zu entscheiden.
Wie Sie beide sinnvoll kombinieren
Ein bewährter Ansatz ist es, einen Betrag in Höhe von drei bis sechs Monatsausgaben liquide auf einem Tagesgeldkonto zu halten und den Rest über eine sogenannte "Festgeldtreppe" auf mehrere Konten mit unterschiedlichen Laufzeiten zu verteilen. So sichern Sie sich Liquidität und profitieren gleichzeitig von höheren Festzinsen.
Was ist die richtige Wahl für Sie?
Wenn Sie kurzfristig auf Ihr Geld angewiesen sein könnten, ist Tagesgeld die bessere Wahl. Haben Sie einen Betrag, den Sie mindestens sechs bis zwölf Monate nicht benötigen, spricht vieles für Festgeld. Letztlich hängt die Entscheidung von Ihrem persönlichen Cashflow und Ihren Zielen ab.